Kite-Connection

Ein Haufen Sand und die phantastischen Fünf! (Das Boavista-Projekt)

 

Ein Haufen Sand und die phantastischen Fünf!

Unser Trip vom 16. bis 23. April nach Boavista auf den Kapverden begann schon glücklich: als wir um 6 Uhr auf unseren Abflug in München warteten, bekamen wir grad noch im Fernseher mit, dass da ne Aschewolke im Anflug ist. Kein Problem wir sind ja fast schon weg – grins grins! Und tatsächlich: Wir sind pünktlich abgeflogen, aber ab 12 Uhr war dann auch in München Schluß – beinahe der gesamte Flugverkehr in Euopa lag jetzt still.
Um diese Zeit etwa stiegen wir fünf – Alex, Meisi, Sprudl, Wolfi und ich – mit nem fetten Grinser aus dem gekühlten Flieger und genossen es, dass uns der heisse Wind schon den Sand ins Gesicht blies.

Schnell, schnell hatten wir unseren ferrariroten Pickup vollgepackt und zwar so voll, das das Teil – trotz Allrad-Bodenfreiheit – fast schon am Boden streifte. Die fünf Minuten Fahrt vom Flugplatz zu unseren Appartements fuhren wir auf der einzigen geteerten Strasse der Insel! Auf der kurzen Fahrt schnell einen Blick nach rechts – ahh da is die Kitestation – o.k. das Wichtigste wissen wir jetzt und wurde sogleich in den fünf Gehirnen gespeichert!
Vom Rest des Tages weiss ich nur noch, dass wir unser Zeug so schnell wie möglich ausgepackt haben und dann gleich zum letzten Speicherpunkt: die Kitestation gefahren sind und unsere Nagelneuen 14er Trigger Kites aufgepumpt haben!

Am nächsten Morgen: 7 Uhr – alle waren schon wach und bei der Hitze hatte jeder von uns nur ne Badeshort an. Da ja bis zum Frühstück noch Zeit war, hatte der Sprudl die Idee ne Runde mit dem Pickup Richtung Wellenspot zu fahren. Da wir dann aber – nach gut 2 Minuten Fahrt durch das Dorf und am Hafen vorbei schon den Wellenspot bestaunt hatten (es hatte keine Wellen und keinen Wind,) fuhren wir weiter. Na mal schaun, wo ist jetzt das Schiffswrack, das man uns beschrieben hat – wo is es denn?


Wir fuhren zirka ne halbe Stunde in einer mondlandschaft-ähnlichen Gegend umher, da erblickten wir das Teil am Horizont. Na weiter geht’s, da kommen wir mit dem Allrad schon hin, das geht sicher. Nach weiteren 15 Minuten Fahrt fernab jeder Piste, haben wir uns dann doch entschlossen – solange wir noch nicht im Sand feststecken – probieren wir lieber mal, ob wir hier igendwie wenden können. Denn wir schlauen Köpfe hatten uns gerade daran erinnert, dass der nette Bursche von der Autovermietung gesagt hat: von der Seite kommt man nicht mal mit nem Allrad zum Wrack und wenn man da stecken bleibt ist’s etwas problematisch, denn hier gibt’s keinen Telefonempfang! Und dann malten wir uns mal aus was wäre wenn: kein Handy, kein Wasser, noch kein Frühstück, keinerlei Sonnenschutz und nicht mal ein T-Shirt und so sollten wir zu Fuss zurück – wenn wir überhaupt zurück finden! Also dann doch lieber jetzt noch umkehren und schaun, dass wir noch rechtzeitig zum Frühstück kommen!

Nach den ersten 3 Tagen kiten haben wir uns gedacht: jetzt haben wir mal was anständiges zum Essen verdient und entschlossen uns dazu, uns vom Sprudl bekochen zu lassen. Ja das ist halt auch so ne Geschichte mit dem Kochen: wir mussen zuerst vor dem Kochen beim Kartenspielen ausschnapsen, wer danach die Sauerei weckmachen darf – ja der Wolfi hatte dann auch die Ehre dies zu tun! Das Kochen ging ja eh ganz gut: der Sprudel schaffte an und rührte die Sachen in der Pfanne zusammen, die wir vorher nach seinen Wünschen kleingeschnitten hatten. Es gab „Spaghetti mit Thunfisch in einer Zwiebel-Paprika-Tomatensauce“ – echt lecker! – Aber den rest des Urlaubs gingen wir doch lieber wieder essen!!!

Und da war er nun – der perfekte Tag: Als wir bei der Surfstation am Morgen unsere Sachen an den Strand schleppten, konnten wir’s kaum glauben. Dort wo’s sonst so flach war, wie die meiste Zeit am  Bodensee, dort rollten auf einmal Wellen rein, die sich bis zu 2 Meter türmten. Und einen Shorebreak – der war auch nicht ohne! Da der Wind volle Pulle ablandig war, hatten wir uns ja bei der Kitestation schon angemeldet und wenn einer ein Problem hat, kommen die gleich mit dem Boot raus. Nur der Wolfi sah das ganze etwas entspannter: Da wird schon nix passieren………  – An dem Tag in den Wellen musste das Boot 2 x raus und zwar 2 x wegen dem Wolfi ;-)) ja ja, wird schon nix passieren!!!!!

Jeder hatte am Abend etwas zu berichten, die Welle hab ich….. da bin ich über die Welle raus und hoch…. Nachdem die Angaben der Wellenhöhe mit der Anzahl der leeren Bierflaschen immer stieg, war’s wohl gut, dass die anderen paar einheimischen Kiter (3 Stück gab’s auf der Insel) schon lange zu Hause waren. Nur wir fünf ganz alleine mit dem Stationsbewacher, mit dem nassen Neoprens, die Füße im Sand und ein kühles Bierchen in der Hand quasselten da so im Dunkeln über unsere super Turns, Sprünge, Kiteloops…………..

Und wenn sich die Aschewolke nicht verzogen hätte, würden heute Abend sicher immer noch fünf Typen dort im Dunkeln rumsitzen und von dem schönen Tag schwärmen!
 
Ein sandiger Bericht von Stipi!

1 Kommentar

    Hallo Jungs!
    Da ihr schon auf Kape Verde wart, könnt ihr mir sicher ein paar Tipps für unseren einwöchigen Kape Verde Aufenthalt geben.
    Vor allem würde mich interessieren,

    ob es notwendig ist, dass man sich vorher die Landeswährung besorgt, oder ob man vor Ort auch mittels Bankomatkarte Geld abheben kann?

    Wird die Madtercardkreditkarte akzeptiert?

    Was wäre sonst noch wichtig zu wissen?

    Danke für eure Antwort
    Wolfgang

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